Das Attacker MicroPlug basiert auf derselben Technik, die beim Transient Designer zur Anwendung kommt. SPL hat die Dynamikbearbeitung revolutioniert, indem mit der Differential Envelope Technology erstmals eine pegelunabhängige Methode eingesetzt werden konnte. So kann mit dem Attacker jeder Einschwingvorgang eines Signalverlaufs verstärkt werden – egal, wie hoch der Pegel ist, laute und leise Signale werden gleichermaßen behandelt.
Dieser völlig neue Ansatz gestattet den vollkommenen Verzicht auf eine Threshold-Regelung (Einsatzschwellenpunkt). Weitere Regelparameter sind durch Ausrichtung am Eingangssignal musikalisch sinnvoll automatisiert. So kann mit einem einzigen Regler das Einschwingverhalten eines Klanggeschehens intuitiv kontrolliert werden. Die Arbeit mit dem Attacker ist daher entwaffnend einfach: Alle Einschwingvorgänge (engl. Attacks) können verstärkt werden. So simpel das klingt und in der Bedienung auch ist, so weitreichend sind die Möglichkeiten und Auswirkungen in allen Bereichen der Studio- und Live-Anwendungen. Üblicherweise zieht man EQs heran, um Instrumente in einer Mischung zu separieren. Dabei wird der tonale Aspekt berücksichtigt, aber nicht der zeitliche. Der Attacker eröffnet nun genau diese neue Dimension der Signalbearbeitung: indem die Einschwingvorgänge verstärkt werden, kann die gesamte Mischung transparenter klingen. Instrumente können mit geringeren Pegeln gemischt werden, ohne das sie an Präsenz verlieren. Der Attacker verfügt über einen Ausgangspegelregler. Pegeländerungen, die durch Bearbeitungen hervorgerufen werden, können so ausgeglichen werden.
Anwendungen
Die folgenden Beispiele sind als Anregungen und Vorschläge zu verstehen, die auch auf andere Instrumente übertragen werden können. Die Bearbeitung perkussiver Signale ist sicher die typischste Anwendung des Attackers, er ist aber keineswegs darauf beschränkt.
Drums & Percussions
Verstärken Sie den Attack einer Kick-Drum oder bearbeiten Sie Loops um die Durchsetzung und Präsenz in einer Mischung zu erhöhen. Verändern Sie den scheinbaren Abstand des Mikrofons durch variieren der Attack-Werte. Die Einbettung von Schlagzeugklängen in eine Mischung ist verblüffend einfach. Eine Erhöhung des akustischen Pegels einer Snare um 4dB erhöht den Gesamtpegel allenfalls um 0,5 bis 1 dB. Klingt das Schlagzeug so, als stünde es in einem Schuhschrank, holen Sie es mit dem Attacker sofort da raus. Drehen Sie den Attack auf und betonen Sie die erste Wellenfront.
Gitarren
Erhöhen Sie den ATTACK für "in-the-face"-Sounds. Das funktioniert hervorragend bei Picking-Gitarren, aber generell können Sie lahmen oder zu leisen Gitarren-Passagen blitzschnell Leben einhauchen. Verzerrte Gitarren sind oft extrem komprimiert ,also nicht sehr dynamisch. Etwas mehr ATTACK kann hier die Präzision und Intonation sofort verbessern, ohne den eigentlichen Gitarren-Sound zu verändern.
Keyboards & Sampler
Keyboard- und Sampler-Sounds sind oft hochkomprimiert und lasen natürliche Dynamik vermissen. Höhere ATTACK-Werte können eine natürliche Klagatmosphäre wiederherstellen.
Post Production
Overdubs in Filmen können mit Leichtigkeit mehr Punch und Definiton erhalten.Gleiches gilt für Außenaufnahmen, die vielleicht unter ungünstigen Bedingungen für die Mikrofonierung leiden – die Optimierung kann hier sehr gut im Nachhinein erfolgen.
Mastering
Für das Überarbeiten von fertigen Mischungen ist der Mo-Verb zumeist nicht geeignet. Bearbeiten Sie stattdessen einzelne Spuren.
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